dvb-Script

dvb-Script 2/2021

Beratung in Bildung, Beruf und Beschäftigung in der Corona-Pandemie
– Forschungsbericht zur Befragung des dvb –

Ingo Blaich, Barbara Knickrehm, Deutscher Verband für Bildungs- und Berufsberatung e. V. (dvb)

Abstract

Mit einer Zufallsstichprobe von fast 700 Teilnehmenden wurde im Februar/März 2021 eine Befragung zur Situation der Beratung in Bildung, Beruf und Beschäftigung (BBB-Beratung) während der Covid 19-Pandemie durchgeführt. Die Ergebnisse dokumentieren die Nutzung unterschiedlicher Kommunikationskanäle und digitaler Tools bei verschiedenen Beratungsträgern vor und im Verlaufe der Pandemie. Dabei wurden auch die Vorbehalte der Berater*innen und ihrer Organisationen gegenüber Angeboten der Fernberatung beleuchtet sowie die spezifischen Herausforderungen, die der Einsatz vor allem digitaler Beratungsformate darstellt, insbesondere in Bezug auf Methodik und Beziehungsgestaltung, aber auch den Datenschutz. Hierzu wurden von den Befragten zudem spezifische Weiterbildungsbedarfe formuliert.

Ein weiterer Befragungsgegenstand war die Inanspruchnahme der Beratung während der Pandemie durch verschiedene Zielgruppen. Deutlich wurde, dass manche Ratsuchendengruppen kaum Zugang zu Beratung hatten, sei es aufgrund fehlender eigener digitaler Ausstattung und Kenntnisse (v. a. Menschen mit Migrationsgeschichte, Arbeitslose), sei es aufgrund allgemein fehlender Angebote für diese Gruppen während der Pandemie (v. a. Schüler*innen). Die Akzeptanz digitaler Beratungsangebote differierte gruppenspezifisch stark. Laut Wahrnehmung der Berater*innen veränderten sich auch die Themen der Beratung. Angesichts der Pandemie gab es neue Themen wie alternative Berufswege in krisensicheren Branchen sowie bei jungen Menschen die Suche nach Alternativen zu Praktika und – durch die empfundene Unsicherheit – den Wunsch nach Zuspruch.

In deutlich mehr als der Hälfte der Beratungsstellen wurden im Verlauf der Pandemie dauerhafte, neue (digitale) Beratungsangebote geschaffen. Nur zu einem geringen Teil wurde das infolgedessen zunehmende Arbeitsaufkommen durch die Schaffung neuer Stellen kompensiert. Entsprechend ist bei den einzelnen Beratenden die persönliche Belastung gestiegen. Nach Einschätzung von mehr als zwei Dritteln der Befragten werden die digitalen Veränderungen in der Beratungsarbeit auch nach dem Ende der Pandemie andauern. Die Umfrageteilnehmer*innen formulieren zudem Wünsche an den politischen Raum und an die Fachverbände, die die Rahmenbedingungen einer zeitgemäßen BBB-Beratung stärken sollen.

English Abstract

With a random sample of nearly 700 participants, a survey about educational and vocational guidance was conducted during the Covid 19 pandemic in February/March 2021. The results show the use of different communication channels and digital tools by different guidance providers before and during the pandemic. The survey also sheds light on the reservations of guidance practitioners and their organizations express regarding remote counseling, as well as on the specific challenges that are given by the use of digital counseling formats, particularly in terms of methodology and relationship management, but also of data protection. The respondents also named specific training needs in this regard.

Another subject of the survey was the usage of career guidance during the pandemic by various target groups. It became clear that some groups seeking advice had hardly any access to it, either because they lacked their own digital equipment and knowledge (especially people with a migration background and the unemployed) or because there was a general lack of services for these groups during the pandemic (especially students at schools). The acceptance of digital guidance services varied greatly from group to group. According to the perception of the practitioners, the topics of career guidance and counseling changed as well in the face of the pandemic, there were new issues such as alternative career paths in crisis-proof industries and, among young people, the search for alternatives to internships and, due to the uncertainty, the desire for encouragement. In significantly more than half of the career guidance centers, new (digital) services were created during the pandemic and will be kept on a permanent basis. Only a small part of the resulting increase in workload was compensated for by the creation of new jobs. According to more than two thirds of the respondents, the digital changes in guidance and counseling will continue after the end of the pandemic. The participants in the survey also expressed their wishes for the political arena and professional associations to strengthen the framework conditions for contemporary educational and vocational guidance.

dvb-Script 1/2021 – Monographie

Studierende im Übergang vom Studium in den Beruf begleiten. Das Potenzial von Design Thinking und konstruktivistischer Erwachsenenbildung als Beratungskonzept am Beispiel ,Life & Vison‘.

– Preisgekrönte Arbeit im Rahmen des Josephine-Levy-Rathenau-Preises 2021 –

Marie Dietrich, Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Aus der Laudatio

Dr. Ingo Blaich, Jury-Vorsitzender des Josephine- Levy-Rathenau-Preises

Thema der in diesem Jahr ausgezeichnete Arbeit ist die berufliche Orientierung im Hochschulstudium vor dem Übergang in die Erwerbsarbeit. Die Passung der Arbeit zum Thema der diesjährigen Tagung „Berufliche Orientierung oder Career Guidance?“ ist dabei ein glücklicher und willkommener Zufall. Für die Beurteilung der eingereichten Arbeiten spielte dies allerdings keine Rolle. Die Jury hat für die Bewertung ein Punktesystem entwickelt, mit dem die theoretische Fundierung, die Methodik, der Praxisbezug, die Innovativität sowie die Publikationsfähigkeit der einzelnen Arbeiten eingeschätzt wurden.

Die preiswürdige Arbeit mit dem Titel „Studierende im Übergang von Studium in den Beruf begleiten. Das Potenzial von Design Thinking und konstruktivistischer Erwachsenenbildung als Beratungskonzept am Beispiel ‚Life & Vision‘“ adressiert den Übergang vom Studium in den Beruf, genauer die Ausbildung beruflicher Ideen und Zielvorstellungen, was sich, so die aus der Forschung gut belegte Prämisse der Autorin, nicht aus der Vermittlung von Fachwissen und Fachkompetenzen allein ergibt. Eine systematische Auseinandersetzung mit den eigenen Stärken und das Formulieren beruflicher wie privater Ziele ist üblicherweise kein Gegenstand der Studiencurricula. Um hier Unterstützung leisten zu können, haben sich an Hochschulen und Universitäten Beratungsangebote z. B. in Form des Career Service etabliert.

In diesen Kontext ist der Gegenstand der Masterarbeit einzuordnen; ein an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz konzipierter und mehrfach angebotener Workshop mit dem Namen „Life & Vision“, an dessen Entwicklung und Durchführung die Preisträgerin mitgewirkt hat. In ihrer Masterarbeit erläutert sie die theoretische Fundierung des Workshops in der konstruktivistischen Erwachsenenbildung und der Design-Thinking-Methode. Dies fügt sich gut in aktuelle, der Veränderlichkeit von Berufsverläufen Rechnung tragende Theorien der beruflichen Entwicklung – wie Career Construction/Life Designing – ein.

Unter Rückgriff auf Evaluationsergebnisse und eine qualitative Nachbefragung der Workshopteilnehmer:innen liefert die Arbeit im zweiten Teil eine empirisch gesättigte Einschätzung der Effektivität des Workshopformats. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage nach der nachhaltigen Wirkung der Workshopteilnahme auf die „zukünftige berufliche Lebensgestaltung und Bewältigung des Übergangsprozesses vom Studium in den Beruf“.

In den Augen der Jury besticht dieser Teil durch eine gute methodologische Einbettung, gründliche Ausarbeitung der qualitativen Befragung und Auswertung des erhobenen Datenmaterials sowie die kritische Reflexion über die Leistungsfähigkeit aber auch die Grenzen des untersuchten Formats.

Die Arbeit schließt mit sehr ausführlichen und leicht aufzugreifenden Überlegungen, wie dieses Konzept auch für andere berufliche bzw. biografische Übergänge – insbesondere für die berufliche Orientierung von Schülerinnen und Schüler – fruchtbar gemacht werden kann. Da die Anfertigung der Arbeit bis in den Beginn der Corona-Pandemie fiel, enthält sie auch wertvolle Überlegungen zur Entwicklung einer Blended Learning-Variante des Workshops, um ihn als digitale Veranstaltung durchführen zu können.

Die Arbeit unterstreicht die Relevanz von Unterstützungsstrukturen für die berufliche Orientierung an den Hochschulen und weist mit den umfangreichen, abschließenden Erläuterungen zum Transfer des Konzepts auf andere Zielgruppen einen hohen Praxisbezug und starke Relevanz für professionelle Beraterinnen und Berater auf. Damit empfiehlt sie sich auch nachdrücklich für die Publikation in der Reihe dvb-Skript.

Wir freuen uns, diese Arbeit mit dem Josephine Levy-Rathenau-Preis auszeichnen zu können!

Abstract

Veränderungen innerhalb der Gesellschaft, die unter dem Einfluss von Globalisierung, Digitalisierung und Individualisierung stehen, bieten dem Einzelnen und der Einzelnen lebenslang die Möglichkeit, sich selbst immer wieder neu zu orientieren und ihr eigenes Leben zu gestalten. Besonders sichtbar werden diese Gestaltungsprozesse, wenn Menschen vor Übergängen und Lebensabschnitten stehen, und nicht selten kommt es vor, dass genau dies eine Herausforderung für sie darstellt.

Neben zu erbringenden Studienleistungen, ist gerade die Zeit während des Studiums  an viele Entscheidungen geknüpft, die als Grundlage für die spätere berufliche Profilbildung dienen. Nicht selten erleben Studierende aus diesem Grund Schwierigkeiten, wenn sie den Übergangsprozess vom Studium in den Beruf meistern möchten.

Vor diesem Hintergrund wurde von der Verfasserin das lösungs- und subjektorientierte Konzept „Life & Vision“ gemeinsam mit Dr. Petra Bauer und Kim Deutsch entwickelt, welches Studierende dabei unterstützen soll, ihren individuellen Übergangsprozess zu meistern, neue Ideen zu entwickeln und ihre individuelle (berufliche) Zukunft zu entwerfen. Die vorliegende Arbeit soll die Frage beleuchten, wie effizient die Teilnahme an einem Beratungskonzept ist, welches sich an der konstruktivistischen und subjektorientierten Erwachsenenbildung und der Design Thinking-Methode orientiert. Mithilfe des Konzepts konnte überprüft werden, inwieweit die Teilnehmenden bei der beruflichen Profilbildung nachhaltige Unterstützung erhalten haben sowie ihr Selbstwertgefühl und ihre Selbstsicherheit stärken konnten. Ebenso wurde untersucht, welche Bedeutung professioneller pädagogischer Arbeit im Kontext der Beratung an biographischen Schnittstellen beigemessen werden kann. Darüber hinaus werden erste Ideen skizziert, das Beratungskonzept auch auf andere Zielgruppen auszuweiten und hierfür inhaltlich sowie didaktisch anzupassen. Außerdem wurden die Grenzen des Konzepts diskutiert.

Anhand von Interviews, die mit den Absolvent*innen der Workshops geführt worden sind, konnten qualitative Daten erhoben werden, die anschließend interpretiert und analysiert wurden, um das Beratungskonzept zu evaluieren und als Bestandteil des Studienverlaufs zu legitimieren. Zusätzlich wurden quantitative Ergebnisse aus den externen Evaluationen des Workshops zur Betrachtung hinzugezogen. Zu den zentralen Ergebnissen zählt, dass die biographische Arbeit mit den Studierenden neue berufliche Möglichkeitsräume eröffnete und die individuellen Entwicklungsprozesse positiv begünstigte. Folglich traten Teilnehmende weniger verunsichert und überfordert, sondern im Selbstbewusstsein gestärkter und selbstsicherer an die berufliche Zukunftsgestaltung heran.

dvb-Script 2/2020 – Monographie

Diskontinuitäten und Krisen im (Erwerbs-)Lebenslauf von Beratungsfachkräften als Einfluss auf die Beratungshaltung und -kommunikation in der beschäftigungsorientierten Beratung erwachsener Ratsuchender

Isabelle Hillenberg, Hochschule der Bundesagentur für Arbeit

Abstract

Innerhalb der beschäftigungsorientierten Beratung bilden Erwerbslebensläufe ratsuchender Personen die Basis der auszuhandelnden Ziele zur Integration in Arbeit. Da Erwerbslebensläufe und Lebensverläufe fortlaufend miteinander verknüpft sind, werden Berater*innen unmittelbar mit den individuellen Lebenssituationen der Ratsuchenden konfrontiert. Zur Einschätzung bzw. Beurteilung des Gegenübers agieren die Beratungsfachkräfte unter Zuhilfenahme ihres persönlichen alltagsweltlichen Lebensverständnisses, welches in ihren persönlichen Lebens- und Berufserfahrungen begründet ist und somit Beratungshaltung und -kommunikation beeinflusst. Eine Professionalisierung dieser „Alltagspädagogik“ wird nötig, wenn das Beratungsergebnis aufgrund subjektiver Beurteilungskriterien der Beratungsfachkräfte für Ratsuchende nachteilig ausfällt. Hierbei spielen Einflüsse auf die Beratungshaltung und -kommunikation eine Rolle, welche aufgrund prägender Ereignisse und Erlebnisse im (Erwerbs-)Lebenslauf der Beratungsfachkräfte ihren Ursprung finden.
Im theoretischen Teil dieser Arbeit werden Diskontinuitäten und Krisen als prägende Ereignisse im Lebensverlauf sowie Einflüsse auf die Beratungshaltung und -kommunikation aus dem psychoanalytischen Forschungsbereich vorgestellt. Die nötige Betrachtung psychoanalytisch definierter Einflussfaktoren (Übertragung, Gegenübertragung, Projektion, Empathie) innerhalb der beschäftigungsorientierten Beratung wird hierbei im Hinblick auf den Professionalisierungsgedanken der erwähnten Alltagstheorien relevant.
Die qualitativ erhobenen Untersuchungsergebnisse dieser Arbeit bilden die genannten Einflussfaktoren im Beratungsgeschehen ab und veranschaulichen deren Auswirkungen auf die empathischen Kompetenzen der Beratungsfachkräfte. Echtes empathisches Handeln tritt hierbei als zu fördernde Schlüsselkompetenz hervor, die eine Professionalisierung alltagspädagogischer Kompetenzen ermöglicht.

dvb-Script 1/2020 – Monographie

Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen von Beratenden in Bildung, Beruf und Beschäftigung in Deutschland – Relevanz und Weiterbildungsbedarf

Carolin Kleeberg, Universität Leipzig

Abstract

Themen wie Digitalisierung, Migration und Flucht, Wertewandel, Globalisierung oder demografischer Wandel machen Beratung in Bildung, Beruf und Beschäftigung immer komplexer und mit ihnen steigen auch die Anforderungen an die Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen der Beratenden. Wie ist es also um die Bewältigung dieser Herausforderungen aus Beratendensicht bestellt? Diese Arbeit stellt Ergebnisse einer deutschlandweiten Online-Befragung von Beratenden des Feldes vor und untersucht mit Fokus auf die Selbsteinschätzung zu empfohlenen Kenntnissen, Fähigkeiten und Kompetenzen für professionelle Beratung, die Handlungssicherheit der Beratenden. Die Ergebnisse können Anhaltspunkte für die bedarfsgerechte (Weiter-)Entwicklung beratungsspezifischer Weiterbildungsangebote.

dvb-Script 2/2019

Wirksamkeit der Berufs- und Bildungsberatung zur Vermeidung von Ausbildungsabbrüchen

Peter Weber, Rebeca Garcia-Murias, Hochschule der Bundesagentur für Arbeit (HdBA)

Abstract

Berufs- und Bildungsberatung greift heute auf eine vielschichtige Theoriebasis zurück und reflektiert Praxiserfahrungen umfangreich. Die begleitende Wirkungsforschung ist dabei nicht in gleichem Maße Grundlage für die Bildungs- und Berufsberatung. Wertet man die Publika­tionen im Feld der Beratung aus, so zeigt sich, dass nur ein kleiner Teil der aktuellen Forschung der empirischen Wirkungsforschung zuzurechnen ist.
Das Projekt Keyway zielt darauf ab, Beratende und Beratungsanbieter in die Lage zu versetzen, ihre Beratungsangebote auf der Basis fundierter Indikatoren und in Bezug auf deren Wirkung zu erfassen und zu evaluieren.

Der vorliegende Beitrag gliedert sich in drei Teile. Im ersten Abschnitt werden knapp einige Grundannahmen und Grundbegriffe zur Wirkungs­­evaluation vorgestellt. Der zweite Abschnitt stellt das „Keyway Indikatoren­modell“ vor und regt den/die Leser*in dazu an, die eigenen Wirkungsannahmen der Beratung in Bezug zu solchen Messgrößen zu bringen. Der dritte Abschnitt formuliert ein Beispiel zur Wirkungserfassung der Beratung von abbruch­gefährdeten Jugendlichen in der dualen Ausbildung. Hierfür werden exem­plarische Indi­ka­toren beschrieben, um die Anwend­barkeit des Modells zu illustrieren. Der Ausblick formuliert eine Einladung, die Projekt­ergebnisse zu nutzen und mit den Projekt­partnern in Kontakt zu treten.

dvb-Script 1/2019

Authentische Berufsorientierung – Jenseits von „Career Management Skills“

Ronald G. Sultana, Universität Malta

Abstract

Dieses Papier befasst sich mit der schulischen Berufsvorbereitung und untersucht, wie diese so konzipiert werden kann, dass sie zum Gedei­hen und Wohlbefinden der Schüler*innen in einer Demokratie beiträgt. Zunächst bietet es einen Überblick über die jüngsten Entwicklungen im Bereich „Career Learning“ weltweit und weist auf die zunehmende Bedeutung hin, die diesen als Beitrag zur Verbesserung der Wettbewerbs­fähigkeit in wissensbasierten Volkswirt­schaften beigemessen wird. Der Beitrag ver­deutlicht, warum eine zentrale Rolle der Arbeit im Lehr­plan gerechtfertigt ist: Trotz bedeu­tender gesellschaftlicher und technologischer Verän­derungen, die eine „Post-Arbeits­gesell­schaft“ vorhersagen, behält „sinnvolle Arbeit“ ihre Bedeutung als Quelle der Erfüllung und des Wohlbefindens sowie als Kennzeichen für ein gelingendes Leben.

Ein Großteil der in neoliberalen Volks­wirt­schaften verfügbaren Arbeit ist jedoch zuneh­mend die Ursache von Leiden, Not, Aus­beutung und Missbrauch. Es werden Argu­mente für eine glaubwürdige Berufsorientie­rung vorgebracht, die den Schüler*innen hilft, das Wesen sinnvoller Arbeit zu verstehen, danach zu streben und die Ursachen zu entschlüsseln, die den Zugang zu dieser Arbeit behindern. Es wird dargelegt, dass glaubwürdige Berufs­vor­bereitung – wie alle aufklärerischen Unterneh­mungen – die intellek­tuellen Werkzeuge zur Verfügung stellen und zu moralischer Ent­schlossenheit ermutigen sollte, sich sozial gerechtere und erfüllendere Formen des Zusammenlebens vorzustellen und ein Maß an individueller und kollektiver Kontrolle über die Kräfte zu erlangen, die das Leben formen.

Manuskriptvorschläge für eine Veröffentlichung als dvb-Script senden Sie bitte zur Begutachtung an die Fachgruppe Forschungsforum:

Die Veröffentlichungen werden in der Deutschen Nationalbibliothek gelistet und archiviert.