Übersicht:
CfP dvb forum 1/2026
CfP dvb forum 2/2026
Dauerhafter CfP für die Forschungsrubrik des dvb forum

CfP dvb forum 1/2026:

Beruflichkeit in den Geisteswissenschaften – Perspektiven für die Bildungs- und Berufsberatung

Hintergrund und gesellschaftliche Trends

Geisteswissenschaftliche Studiengänge stehen seit jeher unter einem besonderen gesellschaftlichen Erwartungsdruck. Studierende und Absolvent:innen sehen sich oft mit der Frage konfrontiert: „Und was kannst du damit anfangen?“ Während Natur- und Ingenieurwissenschaften mit klar umrissenen Berufsbildern verknüpft sind, erscheint die Anschlussfähigkeit geisteswissenschaftlicher Studiengänge an berufliche Felder vager und vielfältiger. Berufseinstieg und –verlauf ist bei diesen Absolvent:innen oft besonders prekär und wechselhaft.

Zugleich verändern gesellschaftliche Entwicklungen wie die Ökonomisierung von Hochschulbildung, der Wandel des Arbeitsmarktes sowie die zunehmende Bedeutung digitaler und KI-gestützter Technologien die Bedingungen, unter denen Geisteswissen-schaften studiert und praktiziert werden. Freie und kritische Forschung, persönliche Bildungsaspirationen, aber auch ökonomische und soziale Zwänge kollidieren häufig mit pragmatisch orientierten Ausbildungs- und Karrierepfaden.

Für die Bildungs- und Berufsberatung eröffnen sich damit grundlegende Fragen:

Konkrete Beratungsaspekte

Die Berufs- und Bildungsberatung für Geisteswissenschaftler:innen betrifft nicht nur den Übergang vom Studium in Erwerbstätigkeit, sondern auch grundlegende Orientierungsprozesse:

Beiträge können empirische Studien, theoretische Reflexionen, praxisorientierte Erfahrungsberichte aus Beratungssettings oder vergleichende internationale Perspektiven umfassen.

Wir bitten um die Zusendung der Manuskripte bis zum 31.01.2026. Bitte beachten Sie unsere Hinweise für Autor:innen.

Für weitere Fragen und Informationen können Sie sich gern an die Redaktion wenden unter: forum@dvb-fachverband.de

Das Heft wird im April 2026 erscheinen.

CfP dvb forum 2/2026:

Berufliche (Neu-)Orientierung in der Lebensmitte

In der Lebensmitte befassen sich Erwachsene häufig mit der Bewertung und Neuausrichtung ihrer Lebensziele, der Bilanzierung ihrer bisherigen Karriere und dem Wunsch nach persönlicher Erfüllung. In diesem Alter treten Fragen nach der Sinnhaftigkeit der Arbeit und individuellen Entwicklung besonders in den Vordergrund. Welche beruflichen Ziele können noch erreicht werden? Damit sind Chancen auf den beruflichen Aufstieg oder eine neue Spezialisierung gemeint, aber auch eine durch Weiterbildung zu leistende Anpassung an neue Qualifikationsanforderungen, wie sie v.a. durch den technologischen Wandel hervorgerufen werden. Ebenso können grundlegend die bisherige Berufstätigkeit in Frage gestellt und Alternativen erwogen werden. Eventuell ergeben sich jetzt Chancen, einen ursprünglichen, nicht-realisierten Berufswunsch umzusetzen oder in eine Tätigkeit zu wechseln, die stärker den persönlichen Werten entspricht.  

In dieser Lebensphase hat sich auch die Relation von Familie und Erwerbsarbeit verändert. Eigene Kinder benötigen weniger Betreuung, sind vielleicht sogar schon erwachsen, gleichzeitig binden mitunter Pflegeaufgaben bei den eigenen Eltern Zeit und Energie, woraus sich neue Rahmenbedingungen für berufliche Entscheidungen ergeben. Aber auch gesundheitliche Einschränkungen können bereits eine Weiterbeschäftigung im ausgeübten Beruf in Frage stellen und zu einer beruflichen Neuorientierung führen. Auch der Arbeitsmarkt zeigt sich heute offener für berufliche Neu-, Quer- und Seiteneinstiege im Erwerbsleben als noch vor einigen Jahrzehnten.

Die Zeitschrift dvb-forum lädt zur Einreichung von Beiträgen rund um die berufliche Neuorientierung im mittleren Erwachsenenalter ein. Gesucht werden Manuskripte, die die vielfältigen Auslöser, persönlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, Beratungsansätze und Praxisbeispiele beleuchten. Im Fokus stehen sowohl individuelle als auch strukturelle Ursachen – von Unzufriedenheit und Sinnfragen über gesundheitliche und familiäre Veränderungen bis zu neuen Chancen durch Digitalisierung oder Arbeitsmarktwandel.

Wir freuen uns über:

Wir bitten um die Zusendung der Manuskripte bis zum 30.06.2026. Bitte beachten Sie unsere Hinweise für Autor:innen.

Für weitere Fragen und Informationen können Sie sich gern an die Redaktion wenden unter: forum@dvb-fachverband.de

Das Heft wird im Oktober 2026 erscheinen. 

Dauerhafter Call for Papers für die Forschungsrubrik des dvb-forum

Das dvb-forum hat sich in den vergangenen Jahren als Fachzeitschrift für Bildungs- und Berufsberatung etabliert. Es erscheint halbjährlich mit einen Themenschwerpunkt, einer Methodenrubrik und der neuen Forschungsrubrik mit peer-reviewed-Artikeln. Damit möchten wir noch stärker als bisher  zur Sichtbarkeit und Weiterentwicklung empirischer Forschungsergebnisse und theoretischer Beratungsansätze beitragen und gleichzeitig einen Ort des regen Austausches zwischen Beratungspraxis und interdisziplinär verfasster Beratungswissenschaft bieten.

Für die neue Forschungsrubrik suchen wir daher ganzjährig  originelle Forschungsarbeiten, theoretische Abhandlungen, methodische Innovationen und Reflexionen, Fallstudien und praxisorientierte Artikel, die sich mit aktuellen Themen und Herausforderungen im facettenreichen Feld der Bildungs- und Berufsberatung, der Studienberatung und der Beruflichen Orientierung entlang des gesamten Lebenslaufs befassen (Lifelong Guidance).

Manuskripte für die Forschungsrubrik können jederzeit eingereicht werden.  Es werden ausschließlich Originalbeiträge veröffentlicht, die in einem double-blind Peer-Review-Verfahren begutachtet werden. Um die freie, öffentliche Zugänglichkeit von Wissen zu fördern, besteht die Möglichkeit einer Open-Access-Publikation (zu den Konditionen von wbv Publikation).

Zu unseren Themenschwerpunkten erfolgt wie bisher jeweils ein eigener Call (s. o.).


Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge/Exposés und Ihre Manuskripte!

Das Redaktionsteam:
Prof. Dr. Ingo Blaich
Jan Kawretzke, M. A.
Prof. Dr. Philipp Nixdorf