Trends und Transformationen in der Bildungsberatung

Donnerstag, 13. Juni 2024, 10.00 bis 16.00 Uhr

Gemeinsame bundesweite Online-Konferenz

von

Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung Niedersachsen (AEWB)
ARGE BiB / Fachgruppe Bildungsberatung Bayern im Deutschen Verband für Bildungs- und Berufsberatung e.V. (dvb)
Landesnetzwerk Weiterbildungsberatung Baden-Württemberg (LN WBB)
Landesorganisation der freien Träger in der Erwachsenenbildung Thüringen (LOFT)

RosZie / Pixabay

Die Dokumentation der Veranstaltung finden Sie in Kürze hier!

Die Transformation unserer Lebenswelt ist allgegenwärtig: Ob es um Digitalisierung und deren Auswirkungen auf die Arbeitsweisen geht, ob Fachkräftebedarfe, Demografie, Krisen in Bildung, Gesundheitswesen, Umwelt oder gesellschaftlicher Sicherheit angesprochen sind, die Veränderungen betreffen alle nur denkbaren Bereiche. Bildungsberatung begleitet Menschen, die sich in individuellen Übergangssituationen befinden und die oft durch die sie umgebenden Entwicklungen verunsichert sind. Wir wollen im Rahmen dieser Online-Konferenz der Frage nachgehen, welche Herausforderungen durch die Bildungsberatung dabei gemeistert werden müssen und welche Lösungen und Praxiserfahrungen es dazu gibt.

Programm

09:45 – 10:00 Uhr Ankommen 

10:00 – 10:20 Uhr Begrüßung und Einstieg

Katharina Schepker, Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung (AEWB), Niedersachsen
Rainer Thiel, Deutscher Verband für Bildungs- und Berufsberatung e.V. (dvb)

10:20 – 11:20 Uhr Keynote
Dr. Ulrike Weymann, Zentrum für Wissenschaftliche Weiterbildung der Universität Mainz (ZWW)

Professionalisierung von Beratung in Zeiten von Subjektivierung und Individualisierung

  • Wohin entwickelt sich unsere Gesellschaft?
  • Was sind die aktuellen Megatrends?
  • Welche Auswirkungen haben diese Entwicklungen auf die Beratung?

In den gegenwärtigen gesellschaftlichen Prozessen lösen sich bisherige Grenzen und traditionelle Strukturen auf:

  • räumliche durch digitale Strukturen,
  • zeitliche durch das Verschwimmen von Arbeit und Freizeit,
  • und soziale durch Lösung von der Verankerung in Familie, Gemeinde und Beruf.

Diese Entgrenzung geht einher mit dem Trend zur Subjektivierung, also starker Fokussierung auf das Individuum. Das bedeutet für die Einzelnen die Möglichkeit zu mehr Selbstverwirklichung als in vergangenen Zeiten, aber auch mehr Verantwortung für das eigene Tun und die Aufgabe, sich in Berufs- und Lebenswelt selbst zu vermarkten.

Die Keynote beschäftigt sich mit der Frage, welche Kompetenzen Beratende brauchen, um mit diesen Herausforderungen für sich und die Ratsuchenden umzugehen.

11:30 – 12:45 Uhr 1. Workshoprunde

Workshop 1.1: Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

„Tue Gutes und rede darüber“ – Marketing und Öffentlichkeitsarbeit in der Bildungsberatung
Input: Silvia Schwarzenberger-Papula und Katrin Reiter, Netzwerk Bildungsberatung Salzburg

Um die Menschen zu erreichen, bedarf es einer umfangreichen Strategie sowie aufeinander abgestimmten Elementen der Öffentlichkeitsarbeit, des Bildungsmarketings sowie dem barrierefreien Zugang zu Internet-Plattformen und Online-Datenbanken. Wie so eine Strategie aussehen muss, um die Bildungsberatung bekannt zu machen, kann man sehr gut in Salzburg sehen. Hier haben sich die Anbieter der Erwachsenenbildung bereits in den ausgehenden 80er Jahren zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen und später das Netzwerk und den Verein der Salzburger Erwachsenenbildung gegründet, um das Angebot gemeinsam abzubilden und zu vermarkten.

Die einzelnen Zielgruppen werden durch zielgruppenspezifische Kommunikationskanäle im Internet (Landingpages, Social Media, Blogs, etc.) erreicht und mit passgenauen Beratungsangeboten versorgt. Entlang des „Salzburger Modells“ können im Workshop wertvolle Impulse für die eigene Weiterentwicklung der Bildungslandschaft aufgegriffen und auf die Bildungsberatung bezogen werden.

Umgekehrt gibt es auch Beispiele aus anderen Regionen, von denen wir lernen können und wollen. Ziel des Workshops ist der Austausch darüber welche Instrumente wir als Beraterinnen und Berater beherrschen müssen, um im digitalen Zeitalter das Angebot der Bildungsberatung zielgruppenspezifisch an die Ratsuchenden zu bringen.

Moderation Goran Ekmescic, Bildungsberatung Augsburg

Workshop 1.2: Tools & Tests in der Bildungsberatung

Digitale Unterstützung im Fokus: New Plan – Kenne Dein Können
Input: Stephan Jeske, Kompetenz Center Beruf und Transformation der Arbeitswelt, Bundesagentur für Arbeit

oder

Digitale Unterstützung im Fokus: KI Projekt APOLLO – ein intelligenter Weiterbildungsassistent
Prof. Dr. Dominik Bösl, Hochschule der Bayerischen Wirtschaft (HDBW)

Die Digitalisierung hat sämtliche Lebens- und Berufsbereiche durchdrungen, die Bildungsberatung bildet da keine Ausnahme. Ratsuchende und Berater*innen haben nun Zugang zu einer Fülle von Informationen, Tools und Tests in der digitalen Welt.

In den Workshops wird jeweils ein digitales Tool vorgestellt, um einen Einblick in seinen Anwendungsbereich zu geben. Wann und wie dieses und andere Tools sinnvoll genutzt werden können, wird im gemeinsamen Workshop diskutiert.

Moderation: Iris Stolz und Svea Wagner, Bildungsberatung Landeshauptstadt München

Workshop 1.3: Aufsuchende Bildungsberatung

Beraten, wo die Menschen sich aufhalten – Möglichkeiten und Herausforderungen der aufsuchenden Bildungsberatung

Die Digitalisierung in der (Bildungs-)Beratung ist ein viel diskutiertes Thema, dabei sind auch weitere Formen und Konzepte der Beratung weiterhin relevant. Insbesondere für Menschen, die weniger vertraut sind mit Themen zu Bildung und Beruf oder andere soziale und kulturelle Hintergründe haben, erfolgt der Kontakt zur Bildungsberatung häufig nicht über Online-Beratung oder Vor-Ort-Beratung in Form einer Komm-Struktur (Ratsuchende kommen zur Bildungsberatung), sondern über eine Geh-Struktur (die Bildungsberatung geht zu den Ratsuchenden). Hier suchen Bildungsberater*innen die Orte auf, an denen die Menschen sich aufhalten und bieten dort niederschwellige Beratungen an. Die Orte der Begegnung können sehr vielfältig sein, von Einkaufszentren über (Sport-)Vereine, Kitas bis hin zu Freizeitparks.

Am Beispiel der Beratungsstelle „Beratung zu Bildung & Beruf in Neukölln und Treptow-Köpenick“ wird in diesem Workshop aufgezeigt, wie aufsuchende Bildungsberatung erfolgreich umgesetzt werden kann. Ausgehend von dem Praxisbeispiel werden Gelingensfaktoren und Hürden der aufsuchenden Bildungsberatung als niederschwelliger Zugang gemeinsam mit den Teilnehmenden diskutiert.

Moderation: Katharina Schepker, AEWB Niedersachsen; Jürgen Wendlinger, Bildungsberatung Kaufbeuren

Workshop 1.4: Netzwerke und Kooperationen

Bildungsberatungsstellen sind keine einsamen Inseln. Sie sind am wirkungsvollsten, wenn sie in Netzwerke eingebunden sind und mit anderen Akteur*innen in der Beratungslandschaft der Erwachsenenbildung zusammenarbeiten. So erhöhen sie nicht nur ihre eigene Bekanntheit, es lässt sich auch eine kompetente Verweis- und Prozessberatung umsetzen, durch die Ratsuchende umfassend bei ihren vielseitigen Anliegen begleitet werden können.

Im Workshop wollen wir uns gemeinsam diese Netzwerkarbeit genauer anschauen. Auf welchen Ebenen lassen sich Netzwerke knüpfen? Welche Erwartungen haben wir an diese? Und wie kann die Umsetzung gelingen? Neben Einblicken in die Bildungsberatungsnetzwerke in Baden-Württemberg und Thüringen sowie einem Beispiel für eine europäische Kooperation wird es auch Raum für die Erfahrungen der Teilnehmenden geben.

Moderation: Jannis Männich, LOFT Thüringen; Regine Zizelmann, Landesnetzwerk Weiterbildungsberatung BW

12:45 – 13:30 Uhr Mittagspause

13:30 – 14:45 Uhr 2. Workshoprunde (Wiederholung der Themen vom Vormittag)

Workshop 2.1: Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

„Tue Gutes und rede darüber“ – Marketing und Öffentlichkeitsarbeit in der Bildungsberatung
Input: Silvia Schwarzenberger-Papula und Katrin Reiter, Netzwerk Bildungsberatung Salzburg

Um die Menschen zu erreichen, bedarf es einer umfangreichen Strategie sowie aufeinander abgestimmten Elementen der Öffentlichkeitsarbeit, des Bildungsmarketings sowie dem barrierefreien Zugang zu Internet-Plattformen und Online-Datenbanken. Wie so eine Strategie aussehen muss, um die Bildungsberatung bekannt zu machen, kann man sehr gut in Salzburg sehen. Hier haben sich die Anbieter der Erwachsenenbildung bereits in den ausgehenden 80er Jahren zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen und später das Netzwerk und den Verein der Salzburger Erwachsenenbildung gegründet, um das Angebot gemeinsam abzubilden und zu vermarkten.

Die einzelnen Zielgruppen werden durch zielgruppenspezifische Kommunikationskanäle im Internet (Landingpages, Social Media, Blogs, etc.) erreicht und mit passgenauen Beratungsangeboten versorgt. Entlang des „Salzburger Modells“ können im Workshop wertvolle Impulse für die eigene Weiterentwicklung der Bildungslandschaft aufgegriffen und auf die Bildungsberatung bezogen werden.

Umgekehrt gibt es auch Beispiele aus anderen Regionen, von denen wir lernen können und wollen. Ziel des Workshops ist der Austausch darüber welche Instrumente wir als Beraterinnen und Berater beherrschen müssen, um im digitalen Zeitalter das Angebot der Bildungsberatung zielgruppenspezifisch an die Ratsuchenden zu bringen.

Moderation: Goran Ekmescic, Bildungsberatung Augsburg

Workshop 2.2: Tools & Tests in der Bildungsberatung

Digitale Unterstützung im Fokus: KI Projekt APOLLO – ein intelligenter Weiterbildungsassistent
Prof. Dr. Dominik Bösl, Hochschule der Bayerischen Wirtschaft (HDBW)

oder

Digitale Unterstützung im Fokus: New Plan – Kenne Dein Können
Input: Stephan Jeske, Kompetenz Center Beruf und Transformation der Arbeitswelt, Bundesagentur für Arbeit

Die Digitalisierung hat sämtliche Lebens- und Berufsbereiche durchdrungen, die Bildungsberatung bildet da keine Ausnahme. Ratsuchende und Berater*innen haben nun Zugang zu einer Fülle von Informationen, Tools und Tests in der digitalen Welt.

In den Workshops wird jeweils ein digitales Tool vorgestellt, um einen Einblick in seinen Anwendungsbereich zu geben. Wann und wie dieses und andere Tools sinnvoll genutzt werden können, wird im gemeinsamen Workshop diskutiert.

Moderation: Iris Stolz und Svea Wagner, Bildungsberatung Landeshauptstadt München

Workshop 2.3: Aufsuchende Bildungsberatung

Beraten, wo die Menschen sich aufhalten – Möglichkeiten und Herausforderungen der aufsuchenden Bildungsberatung

Die Digitalisierung in der (Bildungs-)Beratung ist ein viel diskutiertes Thema, dabei sind auch weitere Formen und Konzepte der Beratung weiterhin relevant. Insbesondere für Menschen, die weniger vertraut sind mit Themen zu Bildung und Beruf oder andere soziale und kulturelle Hintergründe haben, erfolgt der Kontakt zur Bildungsberatung häufig nicht über Online-Beratung oder Vor-Ort-Beratung in Form einer Komm-Struktur (Ratsuchende kommen zur Bildungsberatung), sondern über eine Geh-Struktur (die Bildungsberatung geht zu den Ratsuchenden). Hier suchen Bildungsberater*innen die Orte auf, an denen die Menschen sich aufhalten und bieten dort niederschwellige Beratungen an. Die Orte der Begegnung können sehr vielfältig sein, von Einkaufszentren über (Sport-)Vereine, Kitas bis hin zu Freizeitparks.

Am Beispiel der Beratungsstelle „Beratung zu Bildung & Beruf in Neukölln und Treptow-Köpenick“ wird in diesem Workshop aufgezeigt, wie aufsuchende Bildungsberatung erfolgreich umgesetzt werden kann. Ausgehend von dem Praxisbeispiel werden Gelingensfaktoren und Hürden der aufsuchenden Bildungsberatung als niederschwelliger Zugang gemeinsam mit den Teilnehmenden diskutiert.

Moderation: Katharina Schepker, AEWB Niedersachsen; Jürgen Wendlinger, Bildungsberatung Kaufbeuren

Workshop 2.4: Netzwerke und Kooperationen

Bildungsberatungsstellen sind keine einsamen Inseln. Sie sind am wirkungsvollsten, wenn sie in Netzwerke eingebunden sind und mit anderen Akteur*innen in der Beratungslandschaft der Erwachsenenbildung zusammenarbeiten. So erhöhen sie nicht nur ihre eigene Bekanntheit, es lässt sich auch eine kompetente Verweis- und Prozessberatung umsetzen, durch die Ratsuchende umfassend bei ihren vielseitigen Anliegen begleitet werden können.

Im Workshop wollen wir uns gemeinsam diese Netzwerkarbeit genauer anschauen. Auf welchen Ebenen lassen sich Netzwerke knüpfen? Welche Erwartungen haben wir an diese? Und wie kann die Umsetzung gelingen? Neben Einblicken in die Bildungsberatungsnetzwerke in Baden-Württemberg und Thüringen sowie einem Beispiel für eine europäische Kooperation wird es auch Raum für die Erfahrungen der Teilnehmenden geben.

Moderation: Jannis Männich, LOFT Thüringen; Regine Zizelmann, Landesnetzwerk Weiterbildungsberatung BW

15:00 Uhr Abschlussrunde
Erkenntnisse aus den Workshops und Ausblick auf eine zukunftsorientierte Bildungsberatung

Prof. Dr. Bernd Käpplinger, Justus-Liebig-Universität Gießen
Katharina Schepker, Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung (AEWB), Niedersachsen
Rainer Thiel, Deutscher Verband für Bildungs- und Berufsberatung e.V. (dvb)

16:00 Uhr Veranstaltungsende

Veranstalter und Kontakt

Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung Niedersachsen

Arbeitsgemeinschaft Bildungsberatung Bayern

Deutscher Verband für Bildungs- und Berufsberatung e.V.

Landesnetzwerk Weiterbildungsberatung Baden-Württemberg

Landesorganisation der freien Träger in der Erwachsenenbildung Thüringen